Landesweite Tage der Sichtbarkeit in Brandenburg

Vom 21. bis 23.11.2023 finden in ganz Brandenburg zahlreiche Veranstaltungen und Aktionen für mehr Sichtbarkeit im Straßenverkehr statt. Zielgruppen sind insbesondere Radfahrende und zu Fuß Gehende. Gerade in der aktuellen dunklen Jahreszeit ist besseres Gesehenwerden gerade bei diesen VerkehrsteilnehmerInnen besonders wichtig.

Die Landesverkehrswacht Brandenburg und ihre örtlichen Verkehrswachten beteiligen sich aktiv an den diesjährigen Aktionstagen.

In 2022 sind in Brandenburg Unfälle mit Radfahrenden auf 3.879 gestiegen, was eine Steigerung von 7% im Vergleich zum Vorjahr ausmacht. Auch die Unfälle mit Fußgängern sind in Brandenburg in 2022 angestiegen, und zwar um 6,6% auf 835 im Vergleich zum Vorjahr.

Der Präsident der Landesverkehrswacht Brandenburg, Jörg Vogelsänger, MdL, verweist auf die wichtige Bedeutung von erhöhter Sichtbarkeit entsprechender reflektierender Materialien an Bekleidung und Fahrrädern für die Sicherheit im Straßenverkehr: „Bei Dunkelheit ist das Unfallrisiko dreimal so hoch wie am Tage. Gut zu sehen und auch gesehen zu werden, bedeutet mehr Verkehrssicherheit. Durch mehr Sichtbarkeit im Straßenverkehr können Verkehrsunfälle signifikant reduziert werden“, so Vogelsänger.

An den folgenden Terminen nimmt der Präsident der Landesverkehrswacht Jörg Vogelsänger, MdL teil:

Verkehrswacht Oranienburg mit dem Vorsitzenden Klaus-Dieter Berndt und dem Kremmener  Bürgermeister Sebastian Busse

Ort: Goethe Grundschule, Straße der Einheit 2, Kremmen

Zeit: Dienstag, 21.11.2023, ab 7.00 Uhr

Anbringung von Transparenten „Sichtbar sein- sicher sein“ mit Bürgermeister Ralf Steinbrück, Schöneiche bei Berlin

Treffpunkt: Rathaus Schöneiche, Dorfaue

Zeit: Dienstag, 21.11.2023, 11.30 Uhr

Aktion von Verbänden und der Stadt Potsdam

Treffpunkt: Nauener Tor, Potsdam Innenstadt

Zeit: Donnerstag, 23.11.2023, 16.00 Uhr

Anbringung von Transparenten mit Bürgermeister Ansger Scharnke, Neuenhagen bei Berlin

Treffpunkt: Turnhalle Goethe-Grundschule, Rathausstraße/Pestalozzistraße, Neuenhagen bei Berlin

Zeit: Freitag, 24.11.2023, 9.00 Uhr

Über Ihre Teilnahme und Berichterstattung würden wir uns freuen.

Ansprechpartnerin für die Presse:

Irina Günther

GF LVW

0331-502027

Beste Radfahrerin des Landes kommt aus Potsdam

v.l. Marika Eva (2), Elisa (1), Richard (3) und Schutzengel

Der 25. Landeswettbewerb „Beste Radfahrerin/Bester Radfahrer“  in Potsdam unter Schirmherrschaft des Ministers  für Bildung, Jugend und Sport, war für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 16 Mannschaften ein sehr  erfolgreiches, nachhaltig in Erinnerung bleibendes Erlebnis.

Tolle Stimmung, viele Zuschauende, insbesondere viel familiäre Unterstützung boten den 47 angetretenen jungen RadfahrerInnen, die sich in den Schul-, Stadt-, Regional- und Kreismeisterschaften qualifiziert hatten eine gute Kulisse für den Landeswettbewerb, der wieder auf dem Gelände der Karl- Foerster- Umweltschule und im angrenzenden öffentlichen Verkehrsraum in Potsdam durchgeführt wurde.

Hoch motiviert wurden die Wettkämpfe absolviert, Teamgeist gefördert, und das theoretische und praktische Wissen zur Rad-Verkehrssicherheit abgerufen. 

Nach dem Absolvieren der Einzeldisziplinen – Wissenstest, Langsam fahren, Fahrradparcours und öffentlicher Straßenraum wurden die Besten im Einzel- und Mannschaftswettbewerb  gekürt.

Siegerin wurde Elisa Funck aus Potsdam, vor Marika Eva Stephan aus Bad Saarow (LOS)und Richard Nischan aus Tauche(LOS)

Den ersten Platz in der Mannschaftswertung belegte die Mannschaft 2 aus Potsdam-Mittelmark, gefolgt von Potsdam  und Brandenburg a.d.H. “Wir wollen zu verkehrsgerechtem Verhalten der Kinder auf unseren Straßen beitragen,  Freude und Spaß am verkehrssicheren Radfahren entwickeln,  die Fahrsicherheit im öffentlichen Straßenverkehr und die Einstellung zum rücksichtsvollen Miteinander und zur bewussten Einhaltung von Regeln und Normen verbessern“, sagte der Präsident der Landesverkehrswacht Jörg Vogelsänger.

Beste Schülerlotsin Brandenburgs 2023 gesucht- und gefunden!

Die Sicherheit der Grundschüler auf ihrem täglichen Weg zur Schule ist die Hauptaufgabe eines Schülerlotsen

Die Schülerlotsinnen und –lotsen sind überall an Querungsstellen im Straßenverkehr. Dort, wo sie gebraucht werden, vorher gut ausgebildet und mit einem hohen Maß an Verantwortungsgefühl für andere. An 1. Juli 2023 haben die 30 besten Schülerlotsen des Landes Brandenburg in Falkensee beim Landeswettbewerb in 5 Kategorien- Geschwindigkeiten/Entfernungen schätzen, Wissenstest, Erste Hilfe, Praxistest und Bremstest – ihr Wissen unter Beweis gestellt und die Besten gekürt. Im Land Brandenburg gibt es derzeit ca. 650 Schülerlotsen (nach STVO ist die korrekte Bezeichnung „Verkehrshelfer“).

Siegerin des Jahres 2023 ist Kim Langner aus Falkensee vor Mika Alexander aus Neuenhagen (MOL) und Charlotte Müller, auch aus Falkensee. Herzlichen Glückwunsch!

Partnerin der Veranstalterin Landesverkehrswacht im Jahr 2023 war die Verkehrswacht Havelland. Im Landkreis Havelland sind an 8 Schulen Gruppen von Schülerlotsen aktiv, insgesamt 123, die für die Schülerinnen und Schüler den Schulweg sichern. Da im Vorjahr der Landessieger aus der Geschwister-Scholl-Grundschule Falkensee kam, durfte die VW HVL in diesem Jahr Ausrichterin des Wettbewerbes sein. Auch die Polizeiinspektion Havelland, die Havelbus-Verkehrsgesellschaft, die ihren Betriebshof für den Wettbewerb zur Verfügung stellte, seit vielen Jahren die Unfallkasse Brandenburg,  der ASB Nauen/Falkensee, die DEKRA Nauen und andere ehrenamtlich Engagierte trugen ihren großen Teil zum Gelingen des Tages bei.

Jährlich werden ca. 200 neue Schülerlotsen ausgebildet. Im Land Brandenburg können die jungen Verkehrshelfer aufgrund des Schulsystems bereits ab 11 Jahren ausgebildet werden und zum Einsatz kommen. Wir freuen uns aber auch über viele engagierte Eltern und Großeltern, die als Elternlosten an schwierigen Querungsstellen die Aufgaben der Lotsen übernehmen. Im Jahr 2022 stiegen die Verkehrsunfälle unter Beteiligung von Kindern (0-14 Jahre) im Land Brandenburg um 4,6 % auf 711 (Vorjahr: 680). Leider starb ein Kind im Straßenverkehr, die Zahl der verletzten Kinder (0-14) hat sich im Vgl. zum Vorjahr um 4,3 % auf  511 erhöht.

Verkehrsunfallbilanz 2022

aus der gemeinsamen Pressemitteilung des MIL und MIK

Zahl der Verkehrsunfälle und Verkehrsunfalltoten auf Rekordtief

Potsdam – Die Zahl der Verkehrsunfälle und der Verkehrsunfalltoten ist im vergangenen Jahr auf den niedrigsten Stand in der Geschichte des Landes Brandenburg gesunken. Im Jahr 2022 zählte die Polizei 71.396 Verkehrsunfälle und 112 Verkehrsunfalltote auf Brandenburgs Straßen – das sind 1.055 Unfälle und 15 Unfalltote weniger als im Jahr zuvor. Dagegen wurden 10.538 Verkehrsverletzte registriert, 479 mehr als im Vorjahr. Das geht aus der vorläufigen Verkehrsunfallbilanz hervor, die Innenminister Michael Stübgen, Verkehrsstaatssekretär Rainer Genilke und Polizeipräsident Oliver Stepien heute in Potsdam vorgestellt haben. Michael Stübgen: „Die Verkehrsunfallbilanz 2022 weist mehr Licht als Schatten auf. Noch nie gab es so wenige Verkehrsunfälle und Verkehrsunfalltote wie im vergangenen Jahr. Dagegen stieg die Zahl der Verkehrsverletzten zwar wieder an – sie bleibt aber unter dem Niveau der Zahlen vor der Coronapandemie. Trotz der insgesamt positiven Entwicklung bleibt es eine gesellschaftliche Kernaufgabe, die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Es muss alles getan werden, um vermeidbare Verkehrsunfälle zu verhindern. Alle an der Verkehrssicherheitsarbeit Beteiligten müssen ihre Maßnahmen im präventiven, verkehrsinfrastrukturellen sowie im repressiven Bereich unvermindert fortführen. Verkehrssicherheitsarbeit dient dem Schutz aller.“

Rainer Genilke: „Verkehrssicherheitsarbeit ist eine Daueraufgabe, in die das MIL seit Jahren vielseitig und stetig investiert: in Infrastrukturmaßnahmen, in die Unterstützung und Vernetzung der Akteure und in die Landeskampagne „Lieber sicher.Lieber leben.“ Wenn es darum geht, den Straßenverkehr noch sicherer zu machen, sind aber alle gefragt, das Land, die Kommunen, die vielen Akteure der Verkehrssicherheit und die Verkehrsteilnehmenden. ….……..

Eine weitere wichtige Säule der Verkehrssicherheitsarbeit des MIL ist die Unterstützung sowie die Vernetzung der vielen Akteure, die mit ihrer täglichen Arbeit dafür sorgen, dass der Verkehr in ganz Brandenburg sicherer wird. Beispielsweise unterstützt das MIL die Landesverkehrswacht dabei, die Fahrradausbildung für Schülerinnen und Schüler und den Landeswettbewerb „Beste/r Radfahrer/in“ in die Fläche zu tragen. Damit ältere Menschen mobil bleiben und insbesondere ihre Fahrkompetenz erhalten und ausbauen können, existieren schon vielseitige Instrumente und Konzepte der Träger der Verkehrssicherheitsarbeit, wie den örtlichen Verkehrswachten oder Fahrschulen. Dieses Engagement fördert das MIL finanziell, zum Beispiel mit den Projekten „Radfahrsicherheit für Senior*innen – Fit mit dem Fahrrad/Pedelec“ oder „Fit im Auto“ der Landesverkehrswacht.

Als dritte Säule der Verkehrssicherheitsarbeit nimmt die Landeskampagne „Lieber sicher. Lieber leben.“ alle Verkehrsteilnehmenden in den Blick, vor allem aber besonders gefährdete Gruppen. Sie klärt über die Risiken im Straßenverkehr auf und möchte jede Einzelne und jeden Einzelnen zu rücksichtsvollem und aufmerksamen Handeln motivieren. Mit verschiedenen Aktivitäten und Formaten, beispielsweise dem ZeBra Theater für Schulen oder Aufklärungsaktionen für sicheres Radfahren, geht die Kampagne auf ihre Zielgruppen zu. Mit Blick auf das Auslaufen des Verkehrssicherheitsprogramms 2024 arbeitet das MIL derzeit an dessen Fortschreibung. Ziel ist es, im Dialog mit Verwaltungen, Verbänden, Unternehmen, Verkehrsteilnehmenden und sonstigen Gremien der Verkehrssicherheitsarbeit ein zukunftsorientiertes Verkehrssicherheitsprogramm 2034 zu entwickeln.