Die Landesverkehrswacht Brandenburg ist dabei! Wir machen mit beim Pakt für Verkehrssicherheit! 10.05.2021 Unter dem Motto „Sichere Mobilität – jeder trägt Verantwortung, alle machen mit“ wurde der Pakt für Verkehrssicherheit geschlossen und auf der 1. Nationalen Verkehrssicherheitskonferenz 2021 am 4.5.21 vorgestellt. In 12 Handlungsfelder wird der Handlungsbedarf aus dem Unfallgeschehen, der gesellschaftlichen Relevanz und den zukünftigen Herausforderungen der Mobilität herausgearbeitet. Die Zahl der Verkehrstoten soll in Deutschland bis 2030 um 40 Prozent reduziert und die Zahl der Schwerverletzten signifikant gesenkt werden! Für die Erfüllung der Vision Zero müssen noch viele Anstrengungen erbracht werden! Die Landesverkehrswacht Brandenburg mit ihren Mitgliedern und ca. 600 ehrenamtlich Aktiven erkennt ihre Handlungsmöglichkeiten insbesondere in den Feldern Mobilität von Kindern und Jugendlichen, Sicherer Fußverkehr und Teilhabe für alle, Sicherer Radverkehr und Lernen im Wandel der Mobilität und wird weiterhin ihre Maßnahmen und Programme daran ausrichten.
Landesverkehrswacht Brandenburg begrüßt den neuen Bußgeldkatalog 21.04.2021 Die am 15. April 2021 auf der Verkehrsministerkonferenz beschlossenen Bußgelder sollen noch vor der nächsten Bundestagswahl in Kraft treten. Zuvor muss jedoch noch der Bundesrat der neuen StVO zustimmen. Der Präsident der Landesverkehrswacht Brandenburg Jörg Vogelsänger begrüßt den neuen Bußgeldkatalog. „Endlich herrscht Klarheit und die Folgen des nicht rechtkonformen Beschlusses aus 2020 wurden getilgt“. Der Handlungsbedarf an Kontrollen und leider auch aus daraus folgenden repressiven Maßnahmen bleibt hoch, gerade in Brandenburg, wie die Unfallzahlen des Jahres 2020 beweisen. 64 der 140 tödlich Verunglückten verloren ihr Leben wegen überhöhter oder nicht angepasster Geschwindigkeit. Die Verkehrswacht steht dabei an der Seite der Polizei wenn es gilt, den Kontrolldruck zu erhöhen um bei den Verkehrsteilnehmer*innen Gefahrenbewusstsein und Regelkonformität zu stärken. „Es ist ein gutes Zeichen, dass Brandenburg morgen, am 21.4.21 beim europaweiten 24-Stunden Kontrolltag „Speedmarathon“ dabei ist“, so Jörg Vogelsänger.
UDV-Studie zu Verkehrs- und Mobilitätserziehung in Ganztagsschulen 04.03.2021 Schulen sind ein naheliegender Lernort für Verkehrs- und Mobilitätserziehung (VuM). Daher hat die Unfallforschung der Versicherer (UDV) in einem aktuellen Forschungsprojekt die gegenwärtigen Strukturen und Rahmenbedingungen von Ganztagsschulen in Deutschland analysiert. Zudem wurden Angebote für Ganztagsschulen systematisch beschrieben und Checklisten für VuM für Schulen, Anbieter von VuM-Projekten sowie die Politik erarbeitet. Die Ergebnisse des Projekts sind auf der Webseite der UDV veröffentlicht. Der Forschungsbericht Nr. 70 dokumentiert die durchgeführten Arbeiten und Ergebnisse ausführlich. In der UDV kompakt Nr. 107 wird das Projekt kurz zusammengefasst. Alle Veröffentlichungen stehen auf der Website der UDV zum Download bereit unter:https://udv.de/de/mensch/ganztagsschule/vum-ganztagsschulen
Verkehrsunfallbilanz 2020 in Brandenburg kann nicht beruhigen – trotz verminderter Verletztenzahl wieder mehr Verkehrsunfalltote 01.03.2021 Landesverkehrswacht sieht Handlungsbedarf bei Verkehrsbildung und -Kontrolle.Die Landesverkehrswacht Brandenburg (LVW) zeigt sich trotz verringerter Verletztenzahlen unzufrieden mit der Unfallentwicklung des vergangenen Jahres. Insbesondere beunruhigt der Aufwärtstrend bei Geschwindigkeit als Unfallursache bei Verkehrsunfällen mit Todesfolge um weitere 7,3% im Vergleich zum Vorjahr. Die Bemühungen der Verkehrssicherheitsakteure für mehr Sicherheit von ungeschützten Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern hat aus Sicht der LVW noch nicht den erwarteten Erfolg gezeigt. Hier gilt es weiter die Aufmerksamkeit zu erhöhen. „Brandenburgs Straßen bleiben trotz sinkender Zahl an Verkehrsunfällen ein gefährliches Pflaster“, fasst Jörg Vogelsänger, Präsident der Verkehrswacht Brandenburg, die aktuelle Bilanz 2020 zum bundesweiten Verkehrsgeschehen zusammen. Mit über 140 Verkehrstoten im vergangenen Jahr stieg die Zahl der Opfer gegenüber dem Vorjahr wieder an. „Im Vergleich der Bundesländer und ihrer Bevölkerungsdichte nehmen wir in Brandenburg einen traurigen Spitzenplatz ein“, so Vogelsänger. Wegen der Corona-Pandemie und den Ausgangsbeschränkungen hatte die Zahl der Verkehrsunfälle im letzten Jahr insgesamt abgenommen. „Doch freiere Straßen heißt längst nicht Freiheit zum Rasen“, warnt die Brandenburger Verkehrswacht. So heißt auch eine der Hauptursachen bei Verkehrsunfällen mit Todesfolge „unangepasste Geschwindigkeit“. Deshalb müsse häufiger und in der Fläche intensiver kontrolliert werden. Vogelsänger: „Der neue Bußgeldkatalog muss endlich in Kraft gesetzt werden!“ „Die gestiegene Anzahl von Getöteten mit Unfallursachen überhöhte Geschwindigkeit, Abstand und Vorfahrt zeigen, dass hier weiterhin mehr an Aufklärung aber auch an Repression passieren muss. Vor allem müssen sich Verkehrsteilnehmer der Verantwortung für sich selbst und für andere bewusst sein und danach handeln. Unsere Verkehrswächter*innen halten, so es die pandemische Lage zulässt- mit vielen Aktionen für Verkehrsteilnehmende aller Altersgruppen, im Radverkehr, im motorisierten Individualverkehr aber auch für zu Fuß Gehende ein breites Informations- und Bildungsangebot bereit. “Die Verkehrswacht muss sich neben ihrer fast klassischen Aufgabe – dem vordringlichen Schutz der Kinder im Verkehrsalltag – an Fahranfänger und Ältere wenden und zur Vorsicht und Umsicht mahnen. Vogelsänger: „Ich begrüße die Initiativen des Brandenburger Infrastrukturministeriums, die es für das Jahr 2021 angekündigt hat. Die Verkehrswacht wird ihren Teil zur Sicherheit von allen Verkehrsteilnehmern in mehreren Kampagnen beitragen!“ 3.962 Unfälle mit Radfahrenden, bei denen 3.111 Fahrradfahrende verletzt (2019: 2.916 Verletzte) und 25 getötet (2019: 22) wurden, lassen weiterhin viel Arbeit erwarten. Alle am Straßenverkehr teilnehmenden- auch und besonders Radfahrende müssen mehr Verantwortungsbewusstsein und Rücksicht für die ungeschützteren Verkehrsteilnehmer zeigen. Es ist eine erfreuliche Bilanz, dass Unfälle mit Seniorinnen und Senioren um 13,8 % gesunken sind. Jedoch sind mehr als 16.000 Unfälle, bei denen wir leider eine Tötungsrate von 52 zu betrauern haben nicht das, was wir erwarten.