Helmpflicht für Radfahrer ist ein dringendes Gebot!

Potsdam, 10. Mai 2012: Bezug nehmend auf die Antwort der Landesregierung (DS 5/5054) auf eine Kleine Anfrage zum Thema Helmpflicht für Radfahrer, insbesondere Pedelecs und E-Bikes erklärt Jürgen Maresch, MdL, Präsident der Landesverkehrswacht Brandenburg e.V.: Landesverkehrswacht bleibt dabei: Helmpflicht für Radfahrer ist ein dringendes Gebot! Beim Thema Fahrradhelm gehen die Meinungen weit auseinander. Die Landesverkehrswacht Brandenburg ist überzeugt davon, dass eine Helmpflicht für Fahrradfahrer der richtige Weg zur Vermeidung schwerer Unfälle ist. Auch wenn nach Auffassung der Bundesregierung diese Helmpflicht nicht kontrollier- und durchsetzbar wäre. Wenn Bund und Länder noch an rechtlichen Prüfungen arbeiten ist das legitim.

Das allerdings die Einführung einer Helmpflicht für Kinder und Jugendliche an versicherungs- und haftungsrechtlichen Fragen scheitert, ist schwer nachvollziehbar.

In Deutschland tragen lediglich 9 % aller Radfahrer einen Helm, aber lt. MIL sind 2/3 aller Kopfverletzungen sind durch Tragen eines Helms zu verhindern oder in der Schwere zu reduzieren.
Als ersten möglichen Schritt betrachtet die Landesverkehrswacht, die Empfehlung des MIL an Radfahrer, einen Helm zu tragen.

Auch wenn das immer noch empfehlenden Charakter hat, die Verkehrswächter im Land Brandenburg begrüßen alle Anstrengungen zum Erreichen einer Helmpflicht für Radfahrer.

Eine Forderung der Deutschen Verkehrswacht ist die Helmpflicht für Pedelecfahrer. Höhere Geschwindigkeiten (bis 25km/h), verändertes Überholverhalten, teilweise ungeübte Fahrer bergen mehr Risiken und Gefahren. Deshalb: Helm auf! Immer!

Verkehrswacht allein zu haus?

Potsdam, 25. Mai 2012: Zur gestiegenen Anzahl von Verkehrsunfällen im Land Brandenburg im 1.Quartal 2012 erklärte der Präsident der Landesverkehrswacht Brandenburg Jürgen Maresch, MdL: Verkehrswacht allein zu haus? Große Besorgnis über Anstieg der Verkehrsunfalle im Land Brandenburg im 1.Quartal 2012! Es ist wie Achterbahn fahren- die Ausschläge nach oben und unten in der Verkehrsunfallbilanz des Landes Brandenburg sind immer da: Allein die Zahl von 30 getöteten Verkehrsteilnehmern in 3 Monaten und deutlicher Anstieg von Verletzten machen den Verkehrswächtern große Sorgen.

Dabei kribbelt es dann schon mal in Bauch und Hirn. Berechtigt müssen wir die Fragen stellen, was unser ehrenamtliches Engagement in Schulung und Verkehrserziehung in allen Altersgruppen bewirken kann und warum einmal erreichte gute Ergebnisse in der Prävention von Unfällen steil nach unten abkippen.

Die Unfallbilanz des 1.Quartals 2012 betrachtend, stellt die Landesverkehrswacht fest, dass Vision zero- wohl noch ein sehr weit entferntes Ziel ist und wir alle in den Anstrengungen nicht nachlassen dürfen, mehr und vor allem bessere Sicherheit auf Brandenburgs Straßen zu bringen. Dazu bedarf es aber mehr Aktiver als nur ehrenamtliche Verkehrswächter. Die derzeit zu beobachtende Tendenz der Aufgaben Umverteilung innerhalb der Polizei und auch beim Engagement der Lehrerschaft bei der Verkehrserziehung schürt Ängste bei denen, die sich der Präventionsarbeit verschrieben haben und es nicht mehr in dem gewollten Umfang tun dürfen und bei denen, die immer mehr das Gefühl haben: „Verkehrswacht allein zu haus!“