Schulanfänger brauchen besondere Aufmerksamkeit! 29.08.2011 Potsdam, 12.08.2011: Schulanfänger ab Montag, den 15.8. unterwegs! Für die 19.500 Schulanfänger im Land Brandenburg heißt es ab Montag, den 15.08., sich mit Energie, Freude und großer Aufmerksamkeit in einen neuen Lebens- und Lernabschnitt zu begeben. Dabei darf die Sicherheit in allen Bereichen nicht zu kurz kommen. Die Bilanz des ersten Halbjahres 2011 verheißt Sorge für die weitere Entwicklung. Es verunglückten im ersten Halbjahr 2011 289 Kinder (7-14 Jahre)auf den Straßen (vgl. 2.HJ 2010- 259). Das entspricht einem Plus von 11,6% Prozent zum 2. Halbjahr 2010. 118 Kinder waren Verursacher von Unfällen- 36 mehr als im Vergleichszeitraum 2.HJ 2010. Mit gezielten, auf den besonderen Anlass hinweisenden Aktionen machen die Verkehrswachten mit ihren Partnern aus den Präventionsbereichen der Polizei die Verkehrsteilnehmer auf die veränderten Verhältnisse im Straßenverkehr aufmerksam. Auf die vielen Schulanfänger wird dabei besonders hingewiesen. Zum Beispiel mit knallgelben Spannbändern „ Achtung Kinder!“ oder „Vorsicht! Schule hat begonnen“.In diesem Jahr erhalten Schwerpunktschulen im Land Brandenburg die roten Schulanfangsmützen. Sie werden von den Ehrenamtlern der Verkehrswachten und den Partnern von Polizei und DEKRA in die Schulen gebracht oder bei Verkehrssicherheitstagen in Vorbereitung des Schulanfangs übergeben. Der Präsident der LVW wird am Samstag, 13.8., 9.30 Uhr bei den Kindern der Brauhausschule in Cottbus sein, sie auf den Schulweg begleiten und die roten Mützen übergeben. Verstärkt werden am ersten Schultag, aber auch in den Monaten danach, die Verkehrswachten in Zusammenarbeit mit der Polizei und den Ordnungsämtern ihre Geschwindigkeitsmesstafeln vor den Schulen im Einsatz haben.Schülerlotsen, die wie Busbegleiter und Schulbuslotsen zu den Schulwegdiensten gehören, werden in bewährter Art und Weise ihren Mitschülern ein sicheres Überqueren von Strassen ermöglichen.Damit die Kinder auf sicheren Pfaden zur Schule kommen, hat die Deutsche Verkehrswacht Tipps zum sicheren Schulweg. Jürgen Maresch legt den Eltern und Kindern folgende Empfehlungen ans Herz: Eltern und Kinder ermitteln gemeinsam den sichersten Weg zur Schule und gehen ihn mehrfach gemeinsam ab. Das ist nicht immer der kürzeste, aber mit Sicherheit der beste Weg. Besprechen sie die Gefahrenquellen auf dem Weg ausführlich und erklären Sie Ihrem Kind, dass es die Straße nur an gesicherten Stellen überqueren darf. Begleiten am Anfang auf dem Schulweg tut dem Kind gut – am besten zu Fuß!Wenn Ihr Kind mit dem Schulbus oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln fährt, üben Sie auch hier das richtige Verhalten – an der Bushaltestelle, beim Ein- und Aussteigen und im Bus.„Die Vorbildfunktion der Eltern ist unerlässlich“ so Maresch. „Stress, unangemessene Eile und Hektik sind schlechte Ratgeber für einen ruhigen und harmonischen Beginn eines anstrengenden Schultages“.
Gigaliner sind keine Lösung für Brandenburg 29.08.2011 Potsdam, 24.08.2011: Landesverkehrswacht sieht große Bedenken für Verkehrssicherheit! Zu der von Minister Vogelsänger als Vorsitzendem der Verkehrsministerkonferenz geäußerten Absage des Landes Brandenburg an den Einsatz von sogenannten Gigalinern – Riesenlastzüge bis 25 m Länge – erklärt der Präsident der Landesverkehrswacht Jürgen Maresch, MdL: Vor allem aus Gründen der Gefährdung der Verkehrssicherheit und der enormen Belastungen für Menschen und Umwelt spricht sich die Verkehrswacht des Landes Brandenburg gegen den Einsatz von diesen Mega- Lastern in Brandenburg aus. „Besonders das Verkehrsunfallgeschehen von LKW gibt uns Grund zur Sorge. Beim bisherigen Güterkraftverkehr stieg die Unfallquote innerhalb eines Jahres um 23%, der Anteil der auf BAB Verunglückten steig von 2009 auf 2010 um 28,5%, das waren 347 Personen“ so Maresch.Dem Problem ist mit dem Einsatz von Gigalinern auf den Straßen nicht Abhilfe zu schaffen. Darüber hinaus sind für Brandenburg infrastrukturelle Aspekte nicht geklärt. Ist unsere Verkehrsinfrastruktur, insbesondere die der Brücken, den 60-Tonnern gewachsen? Trotz vieler Straßenausbaumaßnahmen muss die Frage gestattet sein, ob das Straßennetz einer derartigen Belastung Stand hält.Schon heute verschleißt ein einziger 40-Tonner die Straßen so stark wie 160 000 Pkw. Können die gängigen Schutzplanken auf den Autobahnen einen außer Kontrolle geratenen Mega-Laster auch nur annähernd aufhalten?Der kombinierte Güterverkehr – also der Huckepack-Transport von Lkw-Anhängern und –Containern auf der Schiene – hätte herbe Einbrüche zu verzeichnen. Das entspricht nicht der Zielrichtung des integrierten Verkehrssicherheitskonzeptes des Landes Brandenburg, welches den Ausbau und die Finanzierung des Transports von Gütern auf der Schiene deutlich fordert und fördert.
8,1 % mehr verunglückte Verkehrsteilnehmer im Vergleich zum ersten Halbjahr 2010 29.08.2011 Potsdam, 25.08.2011: Zu den veröffentlichen Zahlen der Unfallentwicklung im ersten Halbjahr 2011 erklärt Jürgen Maresch, MdL, Präsident der Landesverkehrswacht Brandenburg e.V. : Im ersten Halbjahr 2011 gab es in Brandenburg 4.918 Verunglückte bei Verkehrsunfällen und 91 getötete Menschen. Diese Zahlen bedeuten, dass Brandenburg wieder einen unrühmlichen vorderen Platz bei den im Straßenverkehr Getöteten einnimmt. Sie bedeuten aber auch in jedem einzelnen Fall unendliches Leid, Trauer und Not. Diese Zahlen zeigen, dass das Zusammenspiel von Prävention und Repression im Straßenverkehr auf allen Ebenen verbessert werden muss. Hier spielen nicht nur die Verkehrswachten, andere Verkehrssicherheitsorganisationen und die Kommunen eine Rolle – hier sind Regierung, Polizei und natürlich auch die Gerichte gefordert. Wir unterstützen die Landesregierung in allen Fragen der Verbesserung der Verkehrssicherheit. Wir wünschen uns aber auch Unterstützung seitens der gesamten Landesregierung, auch seitens des Ministerpräsidenten. Die Zahlen zeigen, die Landesverkehrswachten und die angeschlossenen Kreisverkehrswachten werden gebraucht.Wir als Landesverkehrswacht haben uns der präventiven Verkehrssicherheitsarbeit verschrieben. Wir fordern, dass diese Aufgabe weiterhin finanziell ausreichend durch die Landesregierung auch in den kommenden Haushaltsjahren unterstützt wird. Wir fordern mehr Anerkennung seitens der Landesregierung für die Arbeit der Verkehrswachten, die ausschließlich ehrenamtlich ist und einen großen Wirkungsgrad zeigt. Wir fordern, dass die Zusammenarbeit mit der Polizei auch unter veränderten Rahmenbedingungen nicht schlechter wird. An die zukünftige Zusammenarbeit mit den anderen Ministerien haben wir die hohe Erwartung, dass erkannt wird, dass Verkehrserziehung und Verkehrssicherheitsarbeit überall stattfinden muss – an den Schulen, in Kindereinrichtungen, in Wirtschaftsunternehmen und Kommunen. So ist es meiner Meinung nach schwer vermittelbar, warum die Stadt Brandenburg sich seit Jahren weigert, Unterstützung für den Aufbau einer dortigen Verkehrswacht zu geben. Die Stadt Brandenburg ist die einzige kreisfreie Stadt, in der es keine Verkehrswachtorganisation gibt. Dies ist sachlich nicht zu erklären.