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Stiftung Warentest

Helm und Co.

Zum Equipment für sicheres Radfahren gehört vor allem ein guter Fahrradhelm. Bei einem Unfall bietet er Schutz vor Kopfverletzungen – allerdings muss er dafür bestimmte Sicherheitsstandards einhalten.

Achten Sie beim Kauf eines Fahrradhelms darauf, dass er das Prüfsiegel DIN EN 1078 (CE) trägt. Eine Beratung im Fachhandel kann sehr nützlich sein. Darüber hinaus sollte der Kaufentscheidung unbedingt eine Anprobe des Helmes vorausgehen, um seine Passform zu prüfen und auch den Komfort des Kinnriemens. Wenn der Fahrradhelm für ein Kind gekauft wird, sollte es beim Kauf mitsprechen dürfen: Denn was nützt ein gut sitzender Helm, wenn das Kind ihn nicht trägt, weil es sein Design ablehnt?

Für kleinere Kinder gibt es den so genannten Mitfahrerhelm, der den Kopf optimal umschließt. Er ist sehr weit in die Stirn, über den Schläfenbereich und den Hinterkopf gezogen. Beim Toben und Spielen auf dem Spielplatz oder im Garten ist es ratsam, dass die Kinder den Helm abnehmen. Sie können sonst mit dem Kinnriemen an Klettergerüsten oder Astgabeln hängen bleiben und sich Verletzungen zuziehen.

Bei größeren Kindern bietet ein Jugendhelm mit einer vorstehenden Krempe Schutz bei Frontalunfällen. Der Fahrradhelm ist passend, wenn er fest sitzt und nicht wackelt. Dazu wird der Kinnriemen so eng geschnallt, dass noch ein Finger zwischen ihn und das Kinn passt. Der Kinnriemen sollte mindestens 1,5 cm breit sein und der Verschluss einfach zu bedienen bzw. einzustellen sein. Berücksichtigen Sie, dass ein Helm nach einem Sturz ausgewechselt werden muss, weil er möglicherweise keinen ausreichenden Schutz mehr bietet. Das gilt auch, wenn äußerlich keine Unfallspuren erkennbar sind. Deshalb der Rat: Vorsicht beim Kauf eines gebrauchten Helmes! Da das Helmmaterial Weichmacher enthält, die mit der Zeit aufgrund von Sonneneinwirkung entweichen, wird das Material nach ein paar Jahren porös. Wir empfehlen, Helme nicht länger als sechs bis sieben Jahre zu tragen und sie dann auszuwechseln.

Weiteren Schutz für Fahrradfahrer bieten Warnwesten. Auch retro-reflektierende Applikationen an Schuhen und Mützen sorgen für zusätzliche Sichtbarkeit. Besonders in der dunklen Jahreszeit oder bei schlechtem Wetter sind sie wertvolle Begleiter für ein sichereres Radeln. Schutzbrillen können bei Radtouren vor dem Austrocknen und vor Entzündungen der Bindehaut schützen. Auch verhindern sie, dass Insekten ins Auge fliegen. Fahrrad-Handschuhe schützen vor Kälte, bei Stürzen können sie Hautabschürfungen mindern.