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Mobilitätsbildung

Grundlagen der Mobilitätserziehung

Ob mit den Inlineskates oder mit dem Mofa: Als Fahranfänger haben Jugendliche ein erhöhtes Unfallrisiko. In der Regel sind die noch geringe Fahrpraxis und mangelnde Routine Auslöser für ihre Verkehrsunfälle. Deshalb ist es wichtig, die in Kindergarten und Grundschule begonnene Mobilitätserziehung im Jugendalter fortzuführen.

Bei der Mobilitätsbildung mit Jugendlichen kommt es in erster Linie nicht darauf an, Verkehrsregeln zu pauken. Viel wichtiger ist die Stärkung des eigenverantwortlichen Handelns. Daher setzt Mobilitätserziehung dort an, wo besonders viele Jugendliche zusammenkommen, zum Beispiel in Schulen. Mobilitätserziehung gehört nach der Empfehlung der Kultusministerkonferenz zur Verkehrserziehung (1994) zum allgemeinen schulischen Unterrichts- und Erziehungsauftrag. Die Schülerinnen und Schüler sollen lernen, Risiken im Straßenverkehr richtig einzuschätzen, Gefahrensituationen zu vermeiden oder, falls sie nicht mehr zu umgehen sind, zu bewältigen. Mit zunehmen Alter sollen den Jugendlichen Qualifikationen vermittelt werden, die sie für ein selbstständiges, eigenverantwortliches und sicherheitsbewusstes Verhalten im Verkehr benötigen.

Neben der unfallpräventiven Zielsetzung hat die schulische Mobilitäts- und Verkehrserziehung auch das Ziel, den Schülern ein umfassendes, durchaus auch kritisches Verständnis für das System „Verkehr“ zu entwickeln. Letztendlich, so die Zielsetzung des Unterrichts, sollen Jugendliche durch ihre Kenntnisse, Einstellungen und ihr Verhalten im Verkehr einen Beitrag zu einer zukunftsfähigen sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Entwicklung von Gesellschaft und Umwelt leisten.